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Kleinere Veränderungen der Venen treten in Form von sogenannten Besenreisern
auf, womit eine Erweiterung kleinster venöser Gefäße bezeichnet wird,
die unmittelbar unter der Haut liegen. Nahezu jede Frau und auch ein
großer Anteil der Männer machen früher oder später in ihrem Leben
Bekanntschaft mit dieser Veränderung.
Beschwerden werden in diesem Stadium der Gefäßveränderung nicht verspürt
und eine Beseitigung höchstens aus kosmetisch störenden Gründen vorgenommen.
Es ist der Beginn einer Schwäche der Venenwände, die aber rasch fortschreiten
und immer größere Gefäße betreffen kann.
Ohne wirksame Gegenmaßnahmen oder eine ärztliche Therapie können sich die
Beschwerden verschlimmern und damit zu ausgeprägten Krampfadern oder sogar
einem Unterschenkelgeschwür (sog. Ulcus cruris) ausweiten. Es gibt allerdings
viele Menschen, bei denen sich außer den Besenreisern nie eine weitere
Venenschwäche entwickelt. Man unterscheidet grundsätzlich korrigierbare
und nicht korrigierbare Venenschäden.
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Stellen zunächst ein kosmetisches Problem dar. Werden diese Krampfadern
jedoch nicht behandelt, schreitet das Krankheitsbild fort. Es kann zu
Schwellneigung und nächtlichen Wadenkrämpfen kommen, später zu
Hautveränderungen bis hin zum Ulcus cruris.
Hauptursache für eine Varikosis ist eine Bindegewebsschwäche. Sie ist
genetisch veranlagt. Hierbei kommt es zu einer Erweiterung der Hauptvenen.
Nun können die Venenklappen nicht mehr schließen.
Mögliche Folgen:
- Venenentzündungen
- Oberflächliche Venenthrombose
- tiefe Venenthrombose - die auch zu einer Lungenembolie führen kann
Art der Behandlung:
- Kompressionstherapie
- Venenoperation
- Stripping
- Verödung
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Phlebödem ist ein durch eine Krampfadernerkrankung entstandenes Ödem.
Durch erhöhten Gefäßdruck und damit auch erhöhten Kapillarblutdruck
ist auch die Filtration der Gefäßwände erhöht. Erst wenn die
interstitielle Flüssigkeitsproduktion das Lymphsystem überfordert,
kommt es zu einer ödematisierung.
Die Kennzeichen sind:
- das Ödem ist eiweißarm
- ist in der Regel tief eindellbar
- unbehandelt kommt es häufig zu Blauverfärbung der Haut
- pergamentartige, poröse Haut, die bei geringster Verletzung aufgeht
mögliche Ursachen:
- Krampfadern
- Thrombosen
- Inaktivitätsödem durch fehlende Muskelpumpe
(Rollstuhlfahrer, Sprunggelenksarthrodese, nur sitzende
oder stehende Tätigkeit)
mögliche Folgen:
- unbehandelt kommt es häufig zu einem Ulcus cruris
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Besteht eine erhebliche chronisch-venöse Insuffizienz länger, treten
nicht selten Ernährungsstörungen der Haut auf: trockene Haut,
Rötungen und Juckreiz am Unterschenkel, die über braune Pigmentierung,
nässende Ekzeme, Verhärtungen im Unterhautgewebe bis zum Geschwür reichen
können. Wenn sichergestellt ist, dass es sich um ein venös bedingtes
Geschwür handelt, ist eine Abheilung fast immer möglich, falls Ursache
und Wirkung beachtet werden: Es handelt sich um ein Kreislaufleiden, bei
er die venöse Rückflussstörung ganz im Vordergrund steht und nicht um ein
Hautleiden.
Die örtliche Wundbehandlung ist von großer Wichtigkeit, wird aber alleine
wird seltener zum Ziel führen. Herbeigeführt werden kann die Abheilung
dann jedoch nur, wenn eine entscheidende Verbesserung der Kreislaufdynamik
durch komprimierende und entstauende Maßnahmen eingeleitet wird. Sogenannte
therapieresistente Geschwüre gibt es also praktisch nur dann, wenn weitere
komplizierende Faktoren bestehen wie z. Bsp. arterielle
Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
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