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Als weitere Komplikation kann es zu einer Einengung der Lymphgefäße
und dadurch zu einer Lymphabflussstörung kommen. So entsteht
möglicherweise bei fortschreitender Erkrankung zum Lipödem
zusätzlich ein Lymphödem größeren Ausmaßes.
Auch eine vermehrte Gewichtszunahme zählt zu den weiteren
Komplikationen.
Die Psychische Belastung der Patientinen ist sehr hoch. Wiederholte
Abmagerungskuren führen zu keinem Erfolg. Lediglich am Oberkörper ist
eine Gewichtsreduktion möglich. Ein erneut "normales" Ernährungsverhalten
hat dann oft zur Folge, dass durch die Stoffwechselumstellung während des
Fastens eine schnellere Fetteinlagerung folgt. Diese Fetteinlagerung
findet verstärkt in den betroffenen Zonen statt.
Was die Patientinnen meistens nicht wissen ist, dass sie mit Abmagerungskuren
keinerlei Einfluss auf das Lipödem haben. Dennoch ist es wichtig sich ein
gesundes Ernährungsverhalten anzugewöhnen. Denn nur so können sie ein
stärkeres Fortschreiten der Erkrankung eindämmen.
Besonders belastend sind die Reaktionen der Umwelt. Stößt man im
Freundes- und Bekanntenkreis auf Unverständnis und Ungläubigkeit
bezüglich der Ernährung (nach dem Motto: jeder Dicke Lügt sich selbst
in die Tasche, wenn er sagt was er täglich isst.) ist das schon
belastend. Aber Kommentare von ärzten wie: " so wie du bist, bist'
schon recht", Frauenarzt: " es gibt viele Frauen, denen das Berühren
an den Schenkeln und am Po weh tut", Psychologe: " da liegt eine
sexuelles Trauma vor" oder " Friss die Hälfte". Oder Hinweise,
man solle nicht so viel Flüssigkeit zu sich nehmen, sind deprimierend
bzw. völlig falsch.
Da ist es nur verständlich, wenn sich die Betroffenen unverstanden fühlen.
Lipödeme sind weder durch Medikamente noch durch Salben zu beeinflussen.
Sowohl beim Lymph- als auch beim Lipödem besteht besonders die Gefahr,
dass durch kleine Verletzungen ein Erisipel entsteht.
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